Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

Thema des Monats

         

IM LAND DER MÄRCHEN

Das Jahresende lässt in vielen unter uns Kindheitserinnerungen aufleben. Dass Märchen dabei nicht selten eine zentrale Rolle spielen, zeigt dieser Tage ein Blick in die Fernsehprogramme. Sie quellen geradezu über von Verfilmungen bekannter und weniger geläufiger Märchen aus alter Zeit. Hinzukommen die modernen Märchen von Disney über Harry Potter bis in die Welt von Pandora. Aber woher kommt diese Begeisterung für Märchenerzählungen? Ein altes Lexikon definiert das Märchen als "eine Unterart der epischen Poesie, die sich in der Wunderwelt einer mit den Gesetzen der Wirklichkeit freischaltenden Phantasie bewegt." Die meisten Märchen sind jedoch nicht der Einbildungskraft Einzelner entsprungen, sondern wurzeln tief in der Kultur und Lebensweise der Völker. Als Heimat des Märchens wird der Orient angesehen, aber auch das klassische Altertum oder die Germanen besaßen schon in uralter Zeit märchenhafte Erzählungen in Hülle und Fülle. Erste Sammlungen von Volksmärchenerschienen Mitte des 14. Jahrhunderts. Die im 17. Jahrhundert von Charles Perrault in Frankreichveröffentlichen "Contes de ma mère l'Oye", die 1812- 1813 von den Gebrüdern Grimm herausgegebene Sammlung von "Kinder- und Hausmärchen" oder Gallands 1704 aus dem Arabischen übersetzten "Märchen aus Tausendundeiner Nacht" gehören zweifelsohne zum Kulturerbe der Menschheit. Unsere Bibliotheken verfügen über eine Vielzahl alter und neuer Märchenausgaben. Warum sich nicht nochmal darin vertiefen?

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